Raus aus dem Nebel – ab in die Sonne

Am kalten 4. Januar lag der Morgen noch unter einer Decke aus Nebel. Die Welt wirkte grau und still, und selbst die Geräusche schienen darin zu verschwinden. Ambra, Ruby und Jaya standen nebeneinander, die Nasen in der Luft, und wussten instinktiv: Hier bleiben wir nicht…Oder war es eher Christa ;)?

Also beschlossen die drei Hunde einen Standortwechsel. Weg von der feuchten Kälte, weg vom trüben Grau – hinauf dorthin, wo die Sonne den Nebel durchbrach. Mit jedem Schritt bergauf wurde die Luft klarer, der Himmel heller, und plötzlich lag sie vor ihnen: eine weisse Landschaft, glitzernd im Sonnenlicht.

Kaum hatte Ambra den ersten Pfotenabdruck in den frischen Schnee gesetzt, konnte sie sich nicht mehr halten. Sie sprang los, wirbelte Schnee auf und zog eine wilde Spur hinter sich her. Ruby folgte ihr mit langen Sätzen, während Jaya bellend hinterherjagte, als wäre der Schnee ein riesiges Spielfeld nur für sie drei.

Doch der Winter hatte auch seine Schattenseiten. Bevor sie den sonnigen Schnee erreicht hatten, mussten Ambra, Ruby und Jaya ein Stück über gesalzene Strassen laufen. Das Salz brannte unangenehm an den Pfoten, und besonders Jaya und Ruby spürten es bald deutlich. Ihre Schritte wurden vorsichtiger, und immer wieder humpelten sie ein paar Meter, hoben die Pfoten an und schauten ihre Menschen mit fragenden Blicken an.

Im Schnee liess der Schmerz langsam nach. Die Kälte kühlte die gereizten Ballen, und das Toben lenkte sie ab. Ambra blieb trotzdem aufmerksam bei den beiden, verlangsamte ihr Tempo und blieb öfter stehen, als wollte sie sagen: Wir passen aufeinander auf.

Als sie später in der Sonne eine Pause machten, waren die Hunde erleichtert – die Pfoten konnten sich erholen, und der Schnee fühlte sich an wie eine sanfte Decke. 

Der Nebel war vergessen, genauso wie die Kälte. In diesem Moment gab es nur den Schnee, das Licht und die Freude an der Bewegung. Als sie schliesslich erschöpft zu den Autos zurückkamen, die Schnauzen weiss gepudert, wussten Ambra, Ruby und Jaya: Dieser kleine Aufbruch hatte sich gelohnt. Manchmal braucht es nur ein paar mutige Schritte – und schon wird aus einem grauen Morgen ein perfekter Wintertag.


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